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Nachgereicht: „Helfen allein genügt nicht! Wie politisch muss Soziale Arbeit sein?“

Zu spät für unsere Druckerzeugnisse, aber niemals zu spät für die alternativen Einführungstage: Der Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit (AKS) organisiert einen politischen Tag in der Fachhochschule Erfurt. Wir sagen herzlich Willkommen und freuen uns auf die Veranstaltungen!

Soziale Arbeit, was ist eigentlich mit dir los? Es ist still geworden um dich. Liegt das daran, dass du das Elend nur noch verwaltest statt Strukturen zu bewegen? Oder, dass du nur noch Handlungsanleitungen lehrst, statt zur Diskussion aufzurufen? Oder sind deine müden Helfer*innen schuld, die es nicht einmal schaffen für sich selbst einzustehen? Mensch Mensch! Du kannst doch mehr. Lass uns das mal wieder angehen.

Der Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit (AKS) Erfurt lädt alle Interessierten zu einem politischen Tag in die Fachhochschule Erfurt ein! Mit dem Titel „Helfen allein genügt nicht – Wie politisch muss Soziale Arbeit sein?“ möchten wir eine eingeschlafene Diskussion zum politischen Mandat der Sozialen Arbeit erneut entfachen!

Programmänderung

Kaum ist das Programm für die alternativen Studieneinführungstage veröffentlicht gibt es schon die erste Änderung. Am 26. Oktober meint die AfD ihren inhaltlichen Müll auf Erfurts Straßen tragen zu müssen. Weil wir das nicht unkommentiert stehen lassen, sondern viel lieber mit euch dagegen demonstrieren wollen, haben wir den Workshop zur kreativen Demobeteiligung auf 15 Uhr vorverlegt. Anschließend gehts dann gemeinsam zu den Aktionen gegen die AfD. Das passt auch eigentlich ganz gut: erst Parolen reimen und Schilder basteln und anschließend beides gleich einem Praxistest unterwerfen.

Über die geplanten Aktionen gegen die AfD werden wir euch hier auf dem laufenden halten. Stay tuned!

Nächste Ecke Links – Alternative Studieneinführungstage 2016 in Erfurt

Die Alternativen Studieneinführungstage bieten fernab von den Veranstaltungen der Uni und FH einen Einblick in einen Teil von Erfurt, der oft ein wenig verborgen bleibt. Auch hier gibt es Menschen, die gesellschaftskritische Perspektiven einnehmen und selbstverwaltete Räume schätzen. Deshalb finden vom 17. bis 29. Oktober zahlreiche Veranstaltungen statt, in denen wir uns gemeinsam mit euch mit gesellschaftskritischen, linken und ökologischen Themen beschäftigen, uns mit der Problematik rechtsextremer Strukturen in Thüringen auseinandersetzen und in Stadtrundgängen Erfurt und Umgebung abseits von konventionellen, touristischen Seiten kennenlernen wollen.

Denn hinter Erfurts schöner Fassade finden immer noch regelmäßig rassistische Übergriffe und Abschiebungen statt und an menschenverachtende rechte Aktivitäten können und wollen wir uns nicht gewöhnen. Deshalb haben wir uns Orte geschaffen, wo wir so etwas nicht dulden, wo wir uns über Kritik an den gesellschaftlichen Verhältnissen austauschen und überlegen, wie wir diese Kritik auf die Straße tragen können. Auch ihr könnt die linken Gruppen und alternativen Räume in Erfurt erkunden, Leute kennenlernen und Kontakte knüpfen. Dabei freuen wir uns nicht nur über „Erstis“, sondern über alle, die Lust haben, mit uns zu diskutieren, etwas zu erleben, zu feiern oder abzuhängen.